Josef Pehr geb. 1899 war der letzte Bewohner des "Binder - Pehr" - Anwesens. Er lebte bis zu seinem Tod 1992 in dem Haus.

 

 

Hausbesitzer und Bindermeister auf dem Anwesen
1700 ist im Steuerkataster als Besitzer des Hauses Nr. 16 der Bürger und Küffer 
Ignati Greckh vermerkt
1740 folgte laut Steuerkataster der Küffer Josef Schmidtpaur
1752 ist im Steuerkataster als Besitzer des Anwesens Nr. 16 der Küffer
Simon Paumbgarttner angegeben
1809 steht im Urkataster für des Anwesen Nr. 16, hölzernes Haus, der Binder
Mathias Baumgartner. Auf dem Haus ruhte das Realrecht der Binderei bzw.
Küferei
 
1816 heiratete der Bindermeister Caspar Pehr die Bindermeistertochter
Magdalena Baumgartner. Durch die Einheirat bekam Caspar Pehr vom
Magistrat das Recht der Ansässigmachung und der Gewerbeausübung zugesprochen
Mit der Einheirat von Caspar Pehr begann auf dem Anwesen Nummer 16
die Familientradition "Binder Pehr".
1852 übernahm der Binder Josef Pehr das elterliche Anwesen
1877 wurden durch einen Vaterschaftsvertrag Haus und Betrieb Alois Pehr
überschrieben, der die Familientradition fortsetzt.
Sein 1899 geborener Sohn Josef wurde Nachfolger des Anwesens
"Binder Pehr". Zusammen mit seiner Frau Franziska muss Josef Pehr
schwer um das Weiterbestehen kämpfen.
     Die Konkurrenz für das Binderhandwerk kam von der industriellen
     Produktion. Die vielen Kleingefäße, die ein Schäffler herstellte,
     wurden aus Zink oder Emailblech gefertigt. Sie wurden billig auf 
     den Markt geworfen und verdrängten die Holzwaren. Von dieser
     Entwicklung waren vor allem die Handwerker betroffen.
Trotzdem erlernte sein Sohn Alois bei ihm noch das Binderhandwerk.
Durch die Umstellung der Brauereien von Holz- auf Alufässer und
das Sterben der Klein- und Mittelbrauereien wurde dem Binderhandwerk
die Existenzgrundlage entzogen.
Alois Pehr, der als Nachfolger das Binder-Pehr-Haus erbte, verkaufte das
geschichtsträchtige Anwesen 1996 an die Stadt Rottenburg/L


                                                  

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